Macherthon-Freiburg#1_002

1. Macherthon in Freiburg

Vergangenes Wochenende fand im Freiraum, einem neuen CoWorking Space am Hauptbahnhof, der 1. Freiburger Macherthon statt.


Der Startschuss des Macherthons war am Freitag um 18 Uhr. Der Abend war dazu da, um die anderen Teilnehmer kennenzulernen, Ideen vorzustellen und auszutauschen, Teams rund um Ideen zu bilden und sich Ziele für den Samstag zu setzen. Am Samstag konzentrierten sich die Teams voll auf die Umsetzung ihrer Idee und die Erreichung der selbst gesetzten Ziele. Am Sonntag wurden dann die Ideen in kleinen Präsentationen vorgestellt und für einen Gewinner abgestimmt.

Der Gewinner des 1. Freiburger Macherthons war Daniel Theuerkaufer mit seinem selbst entwickelten Kartenspiel CMYK. Es ist ein einfach erlernbares aber durchaus mit Strategie spielbares Stichspiel, in dem es darum geht zusammen mit dem Spielpartner mehr Punkte als das konkurrierende Team zu erspielen. Weitere Informationen und Bilder unter http://www.dailyaviator.net/en/cardgame/

Neben dem Kartenspiel gab es Teams die an vielfältigen, spannenden Themen gearbeitet haben, wie beispielsweise der Herstellung von iPad-Hüllen aus gebrauchten Fahrradschläuchen, den Aquaponics, einem Verfahren, das Techniken der Aufzucht von Fischen in Aquakultur und der Kultivierung von Nutzpflanzen in Hydrokultur verbindet oder der Weiterentwicklung eines Quadrocopter der am Sonntag zum Fliegen gebracht wurde.

Für Daniel Heitz von der Firma /gebrüderheitz, dem Gründer des Macherthons gab es nur eine Idee, die er weiterentwickeln wollte: den Macherthon selbst. Der Macherthon ist ein neuartiges Konzept zur Veranstaltung von Events, die Menschen helfen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. „Oft fällt es den Leuten schwer, ihre Vision einer großartigen Idee in machbare Einzelschritte zu zerlegen, um überhaupt erst einmal den Mut zu haben, den ersten Schritt zu gehen, der oft der Wichtigste ist“, so Daniel Heitz. Als Hilfestellung zur Umsetzung der Ideen werden durch die Mentoren beim Macherthon verschiedene Methoden wie „SMART-Ziele“ oder „The Lean Startup“ angewandt.

Auch zur Entwicklung des Macherthons selbst werden die Methoden angewandt. Beim „Lean Startup“ wird das Experimentieren einer genauen, detaillierten Planung bevorzugt. „Es geht darum, herauszufinden, was die Menschen wollen und brauchen“, so Daniel Heitz, „bei einer Entwicklung im stillen Kämmerlein passiert es viel zu oft, dass Dinge geplant und entwickelt werden, die am Ende niemand braucht“. Der 1. Macherthon in Freiburg war der erste seiner Art und soll bald in benachbarten Städten wie Lahr und an der Hochschule in Furtwangen stattfinden, um das Konzept dann auch bundesweit zu verbreiten.